Gott hat durch seinen Geist das getan, was wir selbst mit dem größten Aufwand und mit den besten Methoden doch nicht tun können: Gott hat Frucht geschenkt! Die Fluss-Pastoren setzen ihre Werkzeuge für den Gemeindebau ein und die Gemeinde Jesu Christi wächst! Bis jetzt hat Gott schon viel getan, und wir wollen einige Beispiele nennen, über die wir uns besonders gefreut haben:

Seit 1999 wurden 10 Gemeinden durch den Dienst von Bibelschülern, Absolventen und Lehrern neu gegründet oder wiedereröffnet.


Carlos hatte weder Waschgelegenheit noch Toilette für seine Familie. Auf der Bibelschule nahm er teil am Kurs Weltanschauung - Veränderung des Denkens um mein Leben zu verbessern.
Als wir ihn einige Monate später besuchten, war sein Heim nicht wiederzuerkennen. Es bot nun Schutz und Sicherheit für seine Familie. Und er hatte eine Toilette gebaut, eine Waschgelegenheit, und dazu noch einen Hühnerstall und einen Schweinepferch. Eine Änderung im Inneren wird auch nach aussen hin sichtbar. Carlos ist eher ein stiller Typ. Aber trotzdem hat er sich überwunden und hat in seinem Dorf eine Gemeinde gegründet. Für mich ist er ein Vorbild - in seiner Opferbereitschaft und in seiner Hingabe an Jesus und an seine Gemeinde. Denn Carlos hat es nicht einfach. Carlos hat Lepra.

150 Christen aus über 25 Fluss-Gemeinden haben sich die Mühe gemacht, an einem Bibelfernkurs teilzunehmen. Das zeugt vom Interesse und der grossen Not nach den Grundlagen des christlichen Lebens hier am Fluss.



Aroldo war nicht besonders aktiv in der Gemeinde. Seine Ehe war dabei, in die Brüche zu gehen, seine Frau war bereits ausgezogen. Nach unserem Kurs über Ehe und Familie schrieb er: Ich werde meine Frau mehr mit Taten als mit Worten lieben. Heute sind die beiden wieder zusammen, und Aroldo ist begeistert engagiert in der Gemeindemitarbeit.
Alvaro ist dabei, seine Gesetzlichkeit zu überwinden, die ihn für Jahre unter Zwang gesetzt hat und die ihn hatte glauben lassen, dass Sport nichts für einen Christen sei. Es war ein besonderer Tag, als Alvaro während des Lehrgangs auf dem Fussballfeld erschien.
Als dann die Nachricht kam, dass seine 15-jährige Tochter in seinem zwei Stunden entfernten Dorf von einer Giftschlange gebissen worden war, konnten wir noch rechtzeitig ein Boot mit dem teuren Gegenserum losschicken und das Mädchen ins Krankenhaus bringen. Sie hat überlebt und es geht ihr wieder gut! Gott sei Dank!
Eine Gemeinde hat, nach über 20-jährigem Bestehen, das erste Mal Abendmahl gefeiert!
Ein Ärzteteam, das durch unsere Mission organisiert wurde, untersuchte bzw. behandelte über 700 Menschen. Sie brachten kartonweise Medikamente und Geräte für das lokale Krankenhaus mit. In einem Dorf konnten die Ärzte ein neugeborenes Mädchen operieren, dessen Zunge am unteren Gaumen festgewachsen war. Durch das Losschneiden der Zunge konnte das Baby endlich Muttermilch trinken. Die Mütter im Dorf zeigten sich überrascht; sie hatten erwartet, dass das Baby sterben würde.

Nach einem Kurs über die Taufe wurde ich von zwei Bibelschülern gefragt, ob ich nicht eine Taufe bei ihnen durchführen würde. Als ich verneinte, konnten die beiden das zuerst nicht verstehen. Ich machte ihnen Mut, das Gelernte anzuwenden und die Gläubigen selbst zu taufen. Kurze Zeit später erzählten sie mir freudestrahlend von den schönen Tauffesten, die sie mit ihren Gemeinden gefeiert hatten.


Wir werden immer wieder gefragt, warum wir diese nicht ganz alltägliche Arbeit im fernen Peru so gerne machen.

Trotz der nicht immer ganz leichten Umstände dort wissen wir, dass wir mit Fluss-für-Christus in Pucallpa am richtigen Platz sind. Wir sehen unsere Arbeit dort als Gottes Berufung. Und es freut uns sehr, dass wir durch die Unterstützung aus Deutschland und unseren Missionsgesellschaften dazu beitragen können, dass Gottes Gemeinde am Ucayali-Fluss wächst.

Als Pastor Adrian das erste Mal davon hörte, dass es auch für ihn am unzugänglichen, vom Rest des Landes vergessenen Ucayali-Fluss eine Möglichkeit gibt, sich für seinen Dienst als Pastor ausbilden zu lassen, meinte er glücklich:

"Wir haben dafür gebetet,
dass doch mal jemand kommt und uns weiterhilft.
Jetzt sind unsere Gebete erhört worden!"